Willkommen im Kulturzentrum Ameise Kulturhügel in Minden Westfalen

Liebe Leute,

wir haben in den letzten Jahren immer gerne für euch kulturelle Veranstaltungen im Ameise-Kulturhügel angeboten. Aber leider können wir so nicht weitermachen, weil ihr uns zu wenig unterstützt und wir auch von anderer Seite zu wenig Unterstützung bekommen. Es ist nicht beliebt Eintritt zu bezahlen! Aber wir haben viele Veranstaltungen für euch ohne Eintritt gemacht! Leider lassen sich eben Gema und alle anderen Kosten nicht so einfach bezahlen. Da ich für die letzten Jahre trotz regelmäßigem Gema-Beitrag eine untragbare Summe bezahlen muss, können wir keine weiteren Veranstaltungen mehr machen. Es ist kein Wunder, dass es wenig Livemusik gibt. Solche Institutionen wie die Gema schaden meiner Meinung nach der kulturellen Szene und machen es den Veranstaltern sehr schwer! Kein Wunder, dass Konzerte immer weniger werden. Alle Veranstaltungen in der Ameise werden aus diesem Grund ab sofort bis auf Weiteres abgesagt und verschoben.Ich wünsche euch eine schöne Woche und unseren Musikern und unseren Künstlern mehr Möglichkeiten und eine freie Bühne!

Liebe Grüße Mir Mehdi Mehdi Mazlumsaki

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So.21.04.2019/ ab 19.00 Uhr! Internationale Oster-Party in der Ameise!
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30.04.2019/ ab 19.00 Uhr! Tanz in den europäischen Mai!

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Freitag 03.Mai.2019/ ab 20.00 Uhr „zeitgeisty“

be part of…
Revolution/Disillusion 1968–1978
zeitgeisty ist ein kulturelles Event, das in den Flow einer Epoche eintauchen lässt. Die Idee von zeitgeisty, schon im Design sichtbar, geht auf die Vorstellung eines Wurmlochs zurück, durch das man in eine andere Zeit reisen kann. Mit Blick auf die Dekade von 1968–1978 folgen wir den Spuren von Revolution/Disillusion. Es ist eine Epoche, die mit der kollektiven Hoffnung auf eine Revolution beginnt, der aber jähe Desillusionierungen folgen. Diese Spannung von Revolution/Disillusion wird vielfach in Literatur und Musik ausgedrückt: Von der Revolutions-Hoffnung der Psychedelischen Ära, über die ernüchternden Desillusionierungen des Charles Bukowski bis zum Bad Moon Rising. Begleitet von Protesten gegen den Vietnamkrieg und den Kapitalismus und einer immer progressiver werdenden Musik. Bis zum negativen Höhepunkt im Deutschen Herbst, in dem die linken Proteste zu Terror werden. Aber schließlich doch wieder Hoffnung, die über die Neue Subjektivität und Griechischen Wein hinausgeht, durch den Hedonismus der Disco-Bewegung….
Gelesen wird bei zeitgeisty. be part of…Revolution/Disillusion 1968–1978 zunächst aus Timothy Learys Politik der Ekstase (1978) und Hunter S. Thompsons Fear and Loathing in Las Vegas (1971): Der gemeinsame Rausch und ein geteilter Bewusstseinszustand sind die Grundlage für die kollektive Hoffnung Revolution. Ganz dem Motto folgend: Turn on, tune in, drop out! Musikalisch werden Stücke von u.a. The Beatles, The Rolling Stones und Canned Heat live performed. Die Dämmerung der Desillusion ist bereits in Hunter S. Thompsons Werk angelegt und wird darüber hinaus anhand einer Auswahl von Charles Bukowski-Gedichten deutlich gemacht. Der Vietnamkrieg und der Kapitalismus werden am Beispiels von Texten von u.a. Allen Ginsberg und F.C. Delius als Beiträge zur Desillusionierung thematisiert. Die Musik wird dabei progressiver: Performed werden Stücke von u.a. Led Zeppelin, Ten Years After und Pink Floyd. Den Gipfel der Desillusion stellt der Deutsche Herbst dar, in dem aus den linken Protesten Terror wird. Gelesen wird aus Heinrich Bölls Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1975) und Pamphleten der Roten Armee Fraktion. Musikalisch untermalt wird es durch Psycho Killer und Musik von Ton Steine Scherben.
In Folge dieser Desillusionierungen entsteht mit der Neuen Subjektivität eine Richtung in der Literatur, die sich wieder dem Individuum zuwendet und sich vom Kollektiv löst. Zugleich entwickelt sich aber auch ein neuer Hedonismus, der mit der Disko-Bewegung einhergeht und wieder Hoffnung vermittelt: Stayin‘ Alive! Be part of!
Moderation: Oliver M. Pawlak
Lesung: Hellmuth Opitz
Musik: Georg Schmitt, Marius Strootmann, Michael Rettig, Florian Altenhain
Gestaltungselemente: Larissa Siepmann